ZPrinter Z650 - Klassenbester mit fünf Köpfen

Hoch automatisierter Farbdrucker setzt neuen Standard im 3D Printing

 

Schon jetzt lässt er die Herzen der Konstrukteure höher schlagen und gilt als Highlight der diesjährigen Euromold: Der ZPrinter 650 des Herstellers Z Corporation. Konzipiert als kompaktes All-in-One-System ist der neue 3D Farbdrucker hoch automatisiert und arbeitet bis zu zehn Mal schneller als die Anlagen anderer Hersteller. Mit seinem großem Bauraum, einer hervorragenden Auflösung und einem einzigartigen Farbmanagement setzt er einen neuen Maßstab im 3D-Farbdruck.

Wer immer ihn bereits testen durfte, ist voll des Lobes. „Das ist die Maschine, auf die wir gewartet haben“, sagt etwa William Effrece, Entwicklungsleiter des Werkzeugbauers Stanley Tools. Gemeint ist der neue 3D Farbdrucker ZPrinter 650 des Bostoner Herstellers Z Corporation, der hierzulande von 4D Concepts angeboten wird. Mit dem hoch automatisierten High-Speed-Drucker erhalten Konstrukteure und Entwicklungsingenieure ein Prototyping-Werkzeug, das hinsichtlich verfügbarem Bauraum, Arbeitstempo, Maximalauflösung und Farbqualität alle bisherigen Maßstäbe sprengt. Erstmals präsentiert wird es auf der Euromold (3.-6.12.2008) in Halle 8 auf Stand G155.

Ein großes oder viele kleine

Wie seine Vorgängermodelle arbeitet auch der ZPrinter 650 nach dem generativen Schichtbauverfahren. Da er aber bis zu zehn Mal schneller ist als alle anderen bekannten Systeme und ein maximales Bauformat von 254 x 381 x 203 mm erreicht, lässt er in puncto Produktivität die Konkurrenz weit hinter sich. Das gilt sowohl für die Anfertigung großer Prototypen aus einem Stück als auch für die Herstellung mehrerer kleiner Modelle im gleichen Arbeitsgang. Design- und Konzeptmodelle, auf die der Entwicklungsingenieur früher ein oder mehrere Tage warten musste, sind mit dem neuen Hochleistungsdrucker in wenigen Stunden fertig. Zum Erstellen des Prototyps eines mehrfarbigen Handheld-Messgeräts (siehe Bild) benötigt der ZPrinter 650 beispielsweise nur noch etwas mehr als eine Stunde. Als Zeit und Kosten sparend erweist sich dabei stets, dass diese 3D Drucker ohne Stützgeometrien auskommen.

Aber nicht nur hinsichtlich Tempo und Bauraum ist der neue ZPrinter 650 ein technischer Leckerbissen. Zwei weitere Leistungsfaktoren wurden erheblich verbessert: Die erreichbare Auflösung und das Farbmanagement. Die hohe Auflösung von 600 x 540 dpi – bisher nur im bisherigen Spitzenmodell Spectrum Z510 erreichbar – ist jetzt auch bei den kompakten All-in-One-Drucksystemen aus Boston implementiert. Das ermöglicht die Herstellung höchst filigraner und dünnwandiger Prototypen mit einer in dieser Druckerklasse bisher nicht erzielbaren Oberflächengüte und Originaltreue!

Homogenes Tiefschwarz

Derzeit einzigartig ist schließlich das Farbmanagement des neuen 3D Druckers. Wie bei allen 3D Druckern der Z Corporation basiert auch beim ZPrinter 650 der Druckprozess auf der Tintenstrahltechnologie von Hewlett Packard – er verwendet also handelsübliche HP-Druckköpfe. Allerdings wurde das Colorsystem um einen fünften Druckkopf erweitert. Damit steht dem Prototyping nicht nur das volle 24-bit-Farbspektrum zur Verfügung, sondern  auch die Möglichkeit zur Realisierung homogen schwarzer Modelle, was vor allem den Automotive-Konstrukteuren entgegen kommt. Insgesamt lässt sich damit eine hohe Farbqualität erzielen, die – im Zusammenspiel mit der exzellente Aufösung – den Bau von optisch sehr seriennahen Designmodellen mit feinen Farbabstufungen und randscharfen Beschriftungen gestattet.

Abgerundet wird der Funktions- und Leistungsumfang des neuen ZPrinters 650 durch seinen hohen Automatisierungsgrad. Exemplarisch dafür seien hier nur das automatische Setup mit der Selbstanalyse und das automatisierte Laden des Mineralpulvers genannt. Der Entwickler verliert keine Zeit bei der Drucker-Handhabung, sondern kann sich voll auf seine konstruktive Arbeit konzentrieren.